Konzerte

International Swing Quartet

 

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Flügel & Horn im Weinpunkt Hattenheim

 

 

 

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Projekt "Gospelchor"

gospelartikel

Mitgliederversammlung 2019 und "hot four"

Am 24. Februar war der Jazzclub zu Gast in der "Alten Schule" in Stephanshausen.

Zur Mitgliederversammlung waren 35 Mitglieder gekommen und der neue Vorstand konnte auf ein erfolgreiches Jahr insbesondere eine sehr erfolgreiche Jazzwoche zurückblicken. Auch der Ausblick auf die kommende Saison ist vielversprechend. Demnächst mehr davon auf diesen Seiten.

Die Versammlung wurde nach 90 Minuten geschlossen. Der Saal füllte sich. Vier Herren im 20erJahre-Outfit betraten die Bühne und sie begannen das Publikum zu verzaubern. Bass-Saxophon, Kornet, Klarinette und Banjo, manchmal mit Gesang und alles ohne Verstärker - das kam bei den Leuten gut an. Über 20 Jahre spielen die Herren Aussenhof, Lösch, Sperrfechter und Hunstein schon in dieser Formation und haben keine Scheu auch mal Popsongs wie "Sir Duke" von Stevie Wonder oder Money, Money, Money von ABBA im Hotjazz-Stil zu spielen.  Ein wundervoller Abend in einer wundervollen Location.

 

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(Bilder von Volker Bender)

Siggi Gerhard 75

Konzert mit Sigi Gerhard

Mit einem Jazzfrühschoppen gratulierte der Rheingauer Jazzclub am 13. März in der Brentanoscheune dem Jazzmusiker Siggi Gerhard. Gerhard hat gerade sein 75. Lebensjahr vollendet und freute sich sichtlich über die besondere Geburtstagsfeier. Über 150 Jazzfreunde waren gekommen, um den Jazz-Virtuosen an der Klarinette und dem Saxophon zu hören. Höhepunkt des Frühschoppens waren die Stücke, bei denen der Jubilar die Zigeuner-Geige mit dem feurigen Temperament eines 17jährigen spielte.

Siggi Gerhard mit Flip Gehring

Siggi Gerhard ist ein echter Zeitzeuge des Swing. Schon als Kind in Kriegstagen habe er heimlich Jazz unter der Bettdecke über den "Feindsender" Radio London "Musik für die unterdrückte deutsche Jugend" gehört. Schon bald konnte er alle Benny Goodman-Solos nachsingen und übte als 16jähriger auf der Klarinette. Er absolvierte eine klassische Ausbildung zum Orchestermusiker und machte 1952 sein Examen. Die Zeit im klassischen Orchester sei jedoch nicht sein Ding gewesen, viel lieber spielte er "nebenher" Jazz. 1953 gründete er sein eigenes Swingtett und war damit erfolgreich in vielen Clubs und im Radio. Die Band machte Plattenaufnahmen - Scheiben, die inzwischen als Raritäten gehandelt werden. 1958 wurde die Band zum Deutschen Jazzfestival eingeladen und die Presse schrieb begeistert. In den 60er Jahren wurden die Zeiten für professionelle Jazzbands schwieriger. Populär waren nun die Rock'n'Roll Stars und natürlich die Beatles. Gerhard spielte in dieser Zeit viel in amerikanischen Clubs. Dort teilte er die Bühne unter anderem mit Duke Ellington, Count Basie, Louis Armstrong, Frank Sinatra, den Four Freshmen und vielen anderen Jazzgrößen. Später verlegte er sich mehr auf swingende Tanzmusik, die seine Band in die schönsten Hotels in Skandinavien, der Schweiz und in Österreich führte. Heute als "Pensionär" widmet er sich wieder verstärkt dem Jazz und konzertiert mit seinem Swingtett bei bekannten Festivals. Auch im Rheingau ist er immer wieder mal mit verschiedenen Bands zu erleben.

Doch nicht nur Siggi Gerhard stand auf der Bühne der Brentanoscheune, auch andere bekannte Jazzmusiker waren gekommen, um zu gratulieren. Gleich drei Formationen gaben sich ein Stelldichein. Den Anfang machten "Herbert Christ's Rhythm Kings", die traditionellen Jazz vom Feinsten boten. Zuerst gab es Oldtime Jazz mit den Rhythm Kings mit Baß-Saxophon und Banjo. Schöne alte Songs aus den 20er und 30 Jahren erklangen teilweise in Arrangements von Siggi Gerhard.

Die unvergessene Musik von Benny Goodman ließ die Band "Siggis Swingtime" mit dem "Geburtstagskind" Siggi Gerhard an der Spitze aufleben. Hier präsentierte sich Gerhard als swingender Klarinettist im Stil von Benny Goodman zusammen mit Vibraphon, Piano, Kontrabaß und Gitarre. Bei einigen Stücken wechselte er dabei dann auch auf die Geige.

Schließlich waren dann noch die "Swinging Strings" zu hören, in deren Mitte Gerhard die Teufelsgeige erklingen ließ. In diesem dritten Teil gab es eine große "Jam Session", bei der alle Musiker zusammen musizierten. Auch ein weitgereister Gast kam hierzu auf die Bühne. H. Green ist ein renommierter Trompeter aus Illinois, der zur Zeit seinen Sohn in Frankfurt besucht.

Das Publikum war bei diesem Programm kaum noch zu halten und überall wippten die Füße mit. Mit rauschendem Beifall gratulierten sie auf ihre Art Siggi Gerhard zum Geburtstag.

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